Das Volk, die Grüne Basis? – Einleitung

Geschrieben von Markus Rathmayr am 11. März 2009 | Abgelegt unter Die Grünen

Rund um die Nicht-Wahl von Voggenhuber als Spitzenkandidat für die EP-Wahl hat sich intern wie extern eine Diskussion entwickelt, wer denn nun die wahre Basis ist. Sind es die stimmeberechtigten Mitglieder innerhalb der Grünen Partei, oder ist es das Volk, welches per Vorzugsstimmen oder gar offenen Vorwahlen die Grünen KandidatInnen kühren soll.

 

Klingt ja verlockend und auf den ersten Blick super-grün: Das Volk muss bestimmen dürfen, Nein zur Funktionärsdemokratie, Ja zu Offenheit, etc…

 

So einfach ist es aber nicht. Es gibt genau genommen 2 große Problemfelder bei diesen Forderungen:

  1. Basisdemokratie bedeutet nicht nur "Abstimmen dürfen" sondern auch informiert und einbezogen werden, da sonst keine Teilhabe an der Entscheidung gegeben ist. So wie Demokratie mehr ist als "Die Mehrheit entscheidet" , ist Basisdemokratie eben mehr als "Abstimmen dürfen". Wie funktionieren aber die Methoden der Information und Teilhabe, wenn das Volk die Zielgruppe ist? Wer profitiert davon? Und was sind die inhaltlichen Konsequenzen?
  2. Wer bestimmt denn dann die politischen Inhalte der Partei. Wird die Findung von Positionen auch jenseits der Parteigrenzen erweitert? Wenn ja, richten wir unsere Inhalte dann nach den Wünschen der Mehrheit der Wahlbevölkerung? Wenn nein, passen dann Personen und Inhalte überhaupt noch zusammen und was hat dann Priorität?

 

Im nächsten Teil werde ich auf die 1. Frage näher eingehen…

Ein Kommentar zu “Das Volk, die Grüne Basis? – Einleitung”

  1. am 4. April 2009 um 10:57 1.Martin Schimak schrieb …

    Teil 2: http://www.gruenevorwahlen.at/

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