US-Gemeinden privatisieren ihre Steuer-Forderungen

Geschrieben von Markus Rathmayr am 18. August 2009 | Abgelegt unter Politik, Wirtschaft

Das der Privatisierungswahn teils devastöse Züge zeigt lässt sich an folgender Geschichte ablesen. US-Gemeinden haben in den letzten Jahren ihre Steuerforderungen an ihre BürgerInnen an die meistbietenden privaten Firmen verkauft. Damit floss sofort Geld in die chronisch leeren Kommunalkassen. Das rächt sich aber. Denn diese Firmen treiben nun die offenen Forderungen ein, verrechnen 18% Zinsen und haben damit nicht unwesentlich zum Crash oder zumindest zur Verschlimmerung des Crashes beigetragen.

Die Kosten für die Öffentlichkeit sind auch beträchtlich. Überschuldung, Delogierung, damit verbundene private Tragödien samt Arbeitslosigkeit etc. sind die Folge. Völlig absurd wird das Ganze wenn es in Relation zu den Konjunkturprogrammen gesetzt wird. Zum einen geben die SteuerzahlerInnen 100e Milliarden Dollar aus um den totalen Crash des Privatkonsums, der Stütze der US-Konjunktur, zu verhindern. Und diese frei gesetzten Mittel fließen dann über Wucherzinsen und Gebühren der verschuldeten Haushalte wieder in die Hände privater Unternehmen.

Diese Idee könnte von Grasser sein!

Ein Kommentar zu “US-Gemeinden privatisieren ihre Steuer-Forderungen”

  1. am 18. August 2009 um 13:42 1.kritikus.at » Blog Archiv » Menschenhändler schrieb …

    [...] Markus Rathmayr hat mich daraufgestoßen, dass in den USA findige Geschäftsleute skrupellosen Lokalpolitikern unmoralische Angebote gemacht haben, welche diese, um schnell Geld in die Kassen zu bekommen, auch angenommen haben. So wurden Steuerforderungen ganzer Gemeinden an Geldhaie verscherbelt. Diese überaus schlauen Geschäftemacher wüten nun mit Wucherzinsen unter den Bürgern und die Leute werden massenweise in den Ruin getrieben. [...]

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