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	<title>politikblog.at &#187; Neoliberlismus</title>
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	<description>Politik scharf formuliert</description>
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		<title>Audiomax und Strache sind 2 Seiten derselben Medaille</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 08:09:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Rathmayr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine ganze Generation ist wütend, und das zu recht! Es geht schon lange nicht mehr um merh Geld für die Unis, es geht um Zukunft, um Perspektiven. Die gefühlte Hilf- und Ratlosigkeit ist offener Wut gewichen. Ein Teil sucht im starken &#8211; wenn auch primitiven &#8211; Mann (=Strache) sein Heil, der ihnen nur den gemeinsamen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine ganze Generation ist wütend, und das zu recht! Es geht schon lange nicht mehr um merh Geld für die Unis, es geht um Zukunft, um Perspektiven. Die gefühlte Hilf- und Ratlosigkeit ist offener Wut gewichen. Ein Teil sucht im starken &#8211; wenn auch primitiven &#8211; Mann (=Strache) sein Heil, der ihnen nur den gemeinsamen Sündenbock vom Leib schaffen muss (=Ausländer). Das ist jener Teil, der nie gelernt hat, politisch aktiv zu werden, dem nie vorgelebt wurde, dass Protest konstruktiv sein kann und ganz persönlich und individuell umgesetzt werden kann. Der Opfer der verkümmerten Pseudo-Demokratie Österreich ist &#8211; und zugleich dessen zukünftiger Täter sein wird. </p>
<p>Der andere Teil sitzt im Audimax, sei es real, virtuell oder auch nur gefühlt &#8211; die demokratiepolitische Komponente dazu ist bei <a href="http://www.helge.at/2009/10/die-uni-brennt-nach-ameisenart/" target="_blank">Helge Fahrnberger</a>, <a href="http://phsblog.at/das-geheime-netzwerk-der-studierenden/" target="_blank">Philipp Sonderegger</a> und <a href="http://digiom.wordpress.com/2009/10/25/vom-flashmob-zu-unibrennt-kollektive-organisation-in-realtime/" target="_blank">Jana Herwig</a> nachzulesen Die Misere im Bildungssystem ist weder neu noch unbekannt. Doch solange es wenigstens noch Perspektiven in Form von Jobs gab, solange klar war, dass nach Jahren des Lebens unter der Armutsgrenze, in der man sich nur durch minderwertige und schlecht bezahlte Nebenjobs am Leben erhalten konnte, irgendwann eine gute und gesicherte Zukunft erwartet, solange war es erträglich. Da konnte man auch mit der gesellschaftlichen Ächtung des Studierens umgehen. &#8220;Gehst studieren oder lernst was gscheits&#8221; höre ich immer noch in meinen Erinnerungen. Die Aussicht auf einen akademischen Titel, der einem in diesem Land Ansehen und bevorzugte Behandlung in allen Bereichen bringt, macht das Studierenden-Bashing erträglich &#8211; beides ist übrigens ein perverser Auswuchs der Obrigkeitshörigkeit dieses Landes. </p>
<p>Die Politik tut gut daran das Problem ernst zu nehmen, denn die Wut richtet sich nicht nur gegen die anderen, sondern auch gegen einander. Audiomax und Strache sind zwar 2 Seiten derselben Medaille, aber gleichzeitig erbitterte Gegner und gegenseitige Feindbilder. Das bringt enormes Spaltungspotential in die Gesellschaft der kommenden Jahrzehnte. Das System ist gefordert diese Wut zu mildern, das geht aber nur mit Perspektiven. Wer Perspektiven hat, kann vieles ertragen und braucht keine Feindbilder. Die Finanzkrise hat gerade mit mehrstelligen Milliardenbeträgen diese Perspektiven an ein krachendes System verkauft (siehe auch <a href="http://www.misik.at/sonstige/eine-freiheitsparty---die-audimax-rede.php" target="_blank">Misik&#8217;s Rede im Audimax</a> dazu). Mittel für die Banken und Konzerne statt Mittel für die Bildung war letztendlich der Auslöser dieser aktuellen Welle der Wut, und das zu recht.</p>
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